Unsere Zeit in der Buchhaltung

Felix Hufen

Ausbildungsbeginn 2018| EFG Collin KG

Hey Leute hier ist Felix,

heute möchte ich etwas über meine Zeit in der Buchhaltung erzählen.

Eingeplant ist diese Abteilung bei uns mit drei Monaten, wobei es bei mir effektiv nur zwei Monate waren, da der Dezember durch Inventuren und Weihnachtsurlaub wegfiel. Um ehrlich zu sein, war ich da auch sehr froh drüber, denn was ich über die Buchhaltung gehört hatte, war nicht sehr positiv.

Jedoch schon mal vorweg: Die Zeit in der Buchhaltung hat mir wirklich Spaß gemacht und war für mich keinesfalls schlimm, wie es von anderen dargestellt wurde.

In den zwei Monaten war ich dauerhaft beim Zahlungsverkehr eingesetzt, da ich mich dort sehr gut eingearbeitet hatte und so eine Kollegin, welche für längere Zeit krankgeschrieben war, vertreten konnte.

Die Aufgaben waren sehr vielfältig und erstreckten sich vom Gegenbuchen von Rechnungen, über das Erstellen von Briefen für unsere Kunden, um diese über falsche Zahlungen zu informieren, sowie das Einsortieren von Kontoauszügen, bis zum Erstellen von Zahlungsavisen und vielem mehr.

Jede der Aufgaben war in sich sehr abwechslungsreich. So musste man zum Beispiel Briefe erstellen, für Überzahlungen oder Minderzahlungen, falsche Skontosätze, überschrittene Skontofristen oder auch Doppelzahlungen von bereits gezahlten Rechnungen.

Beim Gegenbuchen der Zahlungen gab es Fälle, die sofort, ohne weitere Komplikationen funktionierten, bei manchen gab es jedoch Differenzen zwischen dem überwiesenen Betrag und geforderten Betrag. Mal waren es Kürzungen, manchmal speziell ausgehandelte Skonti und auch des Öfteren einfach Zahlendreher und Rechnungsfehler.

Nicht zu verachten ist der Einblick, in die Kontoauszüge. Dort fließen schon mal Summen mit 4 – 5 Nullen, mehr als ich monatlich für Klamotten ausgebe.

Definitiv ist die Buchhaltung nicht für jeden geeignet, denn wenn man keinen Spaß an Zahlen hat und einem das Zahlenverständnis fehlt, kann man schon einen gewissen Unmut bekommen.

Ich hatte hier sehr viel Spaß und durfte auch viele Aufgaben eigenverantwortlich bearbeiten. Das war eine Menge Verantwortung, die ich bekommen habe und es hat mir auch wirklich Spaß gemacht. Zudem habe ich mich hier wirklich wie ein „richtiger“ Mitarbeiter gefühlt.

Da ich „nur“ einen Einblick in die Abteilung Zahlungsverkehr bekommen habe, kommt hier noch einen Bericht von meinem Azubikollegen, Jannik Ebert, welcher bei den Debitoren und Kreditoren eingeteilt war.

Hey Leute hier ist Jannik,

ich war in den Abteilungen der Kreditoren und Debitoren eingesetzt.

Bei den Kreditoren durfte ich Rechnungen schreiben, Rechnungen buchen, Mahnungen nachverfolgen und Eingangsrechnungen auf ihre Richtigkeit kontrollieren und diese dann abheften. Dies mag für manche nach langweiliger Arbeit klingen, (manchmal ist es das auch), aber wenn man sich die Sachen, die man sortiert und bucht mal genauer anguckt, erhält man einen unvergleichlichen Blick hinter die Kulissen einer großen Firma. Man sieht, wenn man die Augen aufhält, eigentlich alle Zahlungen, welche die Firma Collin tätigt, vom simplen Strom und Heizkosten bis zu Bewirtungs- und Veranstaltungskosten für Schulungen und große Projekte.

Diese Art von Einblick hörte bei den Kreditoren aber nicht auf.

In der Debitoren-Abteilung durfte ich mich um die Zahlungen und eventuelle Zahlungsausfälle der Kunden kümmern. Wer, wann, wie viel zahlt, wie viele Rechnungen noch offenstehen, welcher Kunde Mahnungen erhält und wo bereits eine Insolvenz vorliegt. All dies konnte ich einsehen und mit der Hilfe von netten und hilfsbereiten Kollegen, so gut wie ich konnte, bearbeiten.

Meine Faszination für die Zahlungsflüsse, mögen nicht viele teilen und ich kann verstehen warum einige sich nicht mit dieser Abteilung anfreunden können, aber ich kann jedem empfehlen, sich nicht von anderen Meinungen beeinflussen zu lassen und der Buchhaltung eine Chance zu geben, um sich seine eigene Meinung bilden zu können. Vielleicht stellt man hier, wie es bei mir der Fall ist, ein vorher ungeahntes Interesse an den internen Zahlungsvorgängen der Firma fest.

 

Bis bald!